Berichterstatter des Allgemeinen Gesetzes der Fußball-WM 2014, Vicente Cândido / Copyright: Agência Brasil

Berichterstatter des Allgemeinen Gesetzes der Fußball-WM 2014, Vicente Cândido / Copyright: Agência Brasil

Vicente Cândido (der Partei PT), Berichterstatter des brasilianischen Abgeordnetenhauses für das Allgemeine Gesetzes zur Fußball-WM 2014 (Lei Geral da Copa), präsentierte gestern (13.12.) eine neue Klausel, die den Konsum alkoholischer Getränke in den Stadien und auf den Tribünen während der Fußball-WM erlauben soll.

Cândido lehnte es allerdings ab, dass es eine permanente Erlaubnis für den Alkoholkonsum in brasilianischen Stadien gegeben wird. Er wählte diese Strategie, um die Genehmigung des Gesetzestextes in der Spezialkommission zur WM zu vereinfachen.

Bis zur Präsentation der neuen Klausel schränkte Cândido den Alkoholkonsum auf Bars und autorisierte Bereiche der Stadien ein. Parlamentsmitglieder kritisierten seine neue Entscheidung für die Genehmigung alkoholischer Getränke und warnten, dass er damit Schwierigkeiten haben werde. „Der brasilianische Staat muss die Gesundheit, Sicherheit und Rechte seiner Bürger schützen“, so der Abgeordnete Vanderlei Macris (der Partei PSDB).

Nach starken Protesten der Brasilianischen Studentenvereinigungen UNE und UBES (União Nacional dos Estudantes, kurz: UNE; União Brasileira de Estudantes Secundaristas, kurz: UBES) zugunsten ermäßigter Eintrittskarten zum halben Preis, entschied Cândido, die Gruppe der Rentner aus der vierten Kategorie der Eintrittspreise (ermäßigt, aber mehr als der halbe Preis) zu nehmen. Damit haben Rentner nun das Recht auf den halben Eintrittspreis während der WM.

Mit dieser Änderung werden nun laut der FIFA die Eintrittskarten der vierten Kategorie, die ca. 25 US-Dollar kosten werden, unter Studenten, indigener Bevölkerung und Menschen, die von Sozialprogrammen der brasilianischen Regierung profitieren, aufgeteilt.

Der neue Bericht garantiert außerdem das Installieren kommerzieller Stände in den exklusiven Zonen der FIFA in der Nähe der Stadien. Cândido wies darauf hin, dass die Firmen noch mit der FIFA verhandeln müssten, damit die kommerzialisierten Produkte auch genormt werden. (ds)