Die Weltbank gab gestern in einem Bericht bekannt, dass Brasilien in diesem Jahr nur unter 2 Prozent wachsen wird / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Shiny Things
Die Weltbank gab gestern in einem Bericht bekannt, dass Brasilien in diesem Jahr nur unter 2 Prozent wachsen wird / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Shiny Things

Die Weltbank gab gestern in einem Bericht bekannt, dass Brasilien in diesem Jahr nur unter zwei Prozent wachsen wird. / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, Shiny Things

Einen Tag nach dem der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognosen für Brasilien herabgesetzt hat, gibt auch die Weltbank in ihrem Bericht (International Flows to Latin America: Rocking the Boat?) bekannt, dass das Land nur unter zwei Prozent in diesem Jahr wachsen wird. Die Situation sei besorgniserregend, da geringes Wachstum und Inflationsdruck aufeinander treffen, so kommentierte in Washington der Wirtschaftsleiter der Abteilung für Lateinamerika und die Karibik der Weltbank Augusto de la Torre.

Laut der Institution sei das geringe Wachstum zum Teil mit dem Fakt zu begründen, dass noch nicht alle Reformen ausgeführt wurden, um ein geringes Wachstum, begrenzte Einsparungen und reduzierte Investitionen zu vermeiden. Das Problem sei allerdings nur kurzfristig, auf lange Sicht sehe die Wirtschaftslage in Brasilien besser aus. „Das Land hat große Reichtümer, die größten der Region Lateinamerika. Ich sehe einem zuküntigen Wachstum Brasiliens optimistisch entgegen. Die Herausforderung ist es allerdings, kurzfristig zu wachsen”, so de la Torre.

In Südamerika variieren die Wachstumsprognosen von – 1 Prozent in Venezuela bis auf fast 7 Prozent in Panama. Das Wachstum Perus soll sich auf 5,5 Prozent belaufen, das von Chile und Kolumbien auf 3,5 Prozent.

De la Torres stellte auf der anderen Seite als positiv heraus, dass Kolumbien, Chile, Mexiko, Peru und Brasilien die Länder seien, die am besten auf internationalen Druck reagieren könnten. Des Weiteren hätten sich die Länder im Vergleich zu 2003 wesentlich weiterentwickelt und es gäbe beispielsweise mehr Vertrauen und in diesem Zusammenhang immer mehr ausländische Direktinvestitionen. (ds)