Zukünftig haben weltweit operierende brasilianische Unternehem bis zu fünf Jahre Zeit ihre Gewinnsteuern zu zahlen. /Copyright: Agência Brasil
Zukünftig haben weltweit operierende brasilianische Unternehem bis zu fünf Jahre Zeit ihre Gewinnsteuern zu zahlen. /Copyright: Agência Brasil

Vor allem die Abwertung der Währung könnte Brasilien in diesem Jahr weiter zu schaffen machen. / Copyright: Agência Brasil

In einem aktuellen Bericht befürchtet die Weltbank aufgrund der Wahl ein Risiko für die Wirtschaft Brasiliens. Die Wirtschaftsexperten, die den Bericht verfasst haben, gehen davon aus, dass durch kurzfristige politische Programme die Mittel für langfristige wirtschaftliche Maßnahmen fehlen werden. So werde sich die Erholung der Weltwirtschaft weiter hinauszögern. Neben Brasilien finden in diesem Jahr außerdem in Südafrika, Thailand, Indien und der Türkei Wahlen statt – diese Länder könnten ohne die Ausgaben in kurzfristige Programme mehr Geld in die eigene Wirtschaft investieren.

Die Länder haben laut Aussage der Experten allesamt im vergangenen Jahr unter der Abwertung ihrer Währung gelitten. Der brasilianische Real beispielsweise habe zwischen Mai und August des vergangenen Jahres eine Abwertung von knapp 16 Prozent verkraften müssen. Ohne neue Investitionen wird das Problem der Abwertung nur noch weiter zunehmen, so der der Weltbankbericht.

Wenn politische Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft fehlen, und stattdessen eher gesundheitspolitische oder bildungspolitische Programme betreffen, muss die Wirtschaft selbst für frischen Wind sorgen. Nur mit Innovationen und der Konzentration auf das Wirtschaftswachstum könne man langfristig auch Investitionen aus dem Ausland generieren, so die Autoren des Berichts. Bislang sei in Brasilien noch kein Rückgang der ausländischen Direktinvestitionen (Foreign Direct Investments, kurz: FDI) zu spüren. Diese Tatsache müsse Brasilien auch in diesem Jahr trotz Wahl für sich nutzen. (sg)