Die Plaungsministerin Miriam Belchior äußert sich zur besseren Einkommensverteilung / Copyright: Agência Brasil

Die Planungsministerin Miriam Belchior äußert sich zur besseren Einkommensverteilung / Copyright: Agência Brasil

Dass von der brasilianischen Bevölkerung weniger Sozialhilfe beansprucht worden ist, begünstigte die Neueinschätzungen der Regierung dieser Art von Ausgaben, so teilte die Planungsministerin Miriam Belchior gestern (15.02.) mit. Laut Belchior sei diese Entwicklung ein Indiz dafür, dass aufgrund der besseren Einkommensverteilung Familien weniger Sozialleistungen beziehen müssen.

„Dieser Prozess wird noch vom Ministerium für soziale Entwicklung analysiert, er könne allerdings die Folge davon sein, dass einer großen Anzahl an Familien aus der extremen Armut geholfen wurde“, so die Ministerin. Dies beträfe vor allem Familien mit einem Einkommen von einem Viertel des Mindestlohns, Rentner sowie Personen mit Behinderungen.

Bei der Neuverteilung der Ausgaben des brasilianischen Staatshaushaltes reduzierte die Regierung die Gelder für Sozialleistungen von 29,9 Milliarden Reais (ca. 13,3 Milliarden Euro) auf 28,4 Milliarden Reais.

Bei der Reduzierung der öffentlichen Ausgaben war vor allem die Verringerung für Sozialhilfe von 316,1 Milliarden Reais (rund 140,8 Milliarden Euro) auf 308,4 Milliarden hilfreich. Laut Belchior konnten diese Ausgaben aufgrund verschiedener Faktoren überarbeitet werden. So gäbe es Verbesserungen in der Altersvorsorge sowie geringere Forderungen auf Sozialhilfeleistungen.

Des Weiteren reduzierte die Regierung die Schätzungen auf Ausgaben für Subventionen um 5,1 Milliarden Reais (etwa 2,3 Milliarden Euro). Laut Finanzminister Guido Mantega wäre der Wert in der letzten Abstimmung des Nationalkongresses überschätzt worden. Durch die Reduzierung von Subventionen, die durch die Nationale Bank für wirtschaftliche und soziale Entwicklung BNDES (Banco Nacional de Desenvolvimento Econômico e Social) gewährleistet wurden, konnten die Kürzungen ebenso gerechtfertigt werden. (ds)