Weniger brasilianische Auslandsbeteiligungen

06.08.2012 | Wirtschaft |

Logo der Apex, der Agentur, die brasilianische Auslandbeteiligungen fördern soll / Copyright: Wikimedia, Apex

Die brasilianischen Unternehmen haben in den vergangenen Monaten weit aus weniger in ausländische Firmen investiert, als dies noch vor kurzem der Fall war. So gaben die Unternehmen für Beteiligungen zwar noch immer ca. 7,1 Milliarden US-Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro) in den ersten Monaten in 2012 aus, allerdings gab es auch einen Rückfluss von rund 4,3 Milliarden US-Dollar (ca. 3,4 Milliarden Euro) aus den Verkäufen von ausländischen Unternehmensbeteiligungen.

Die von der brasilianischen Zentralbank (Banco Central, kurz: BC) veröffentlichten Zahlen zeigen einen rapiden Rückgang der Auslandsbeteiligungen, denn mit nur noch einem Saldo von 2,8 Milliarden US-Dollar haben sich die Anteile, die von brasilianischen Unternehmen im Ausland neu erworben wurden, um 80,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Hauptziel der Auslandinvestitionen in diesem Jahr waren bisher die Dominikanische Republik gefolgt von Spanien und den USA. Nach Einschätzung von nationalen und regionalen Ökonomen ist der deutliche Rückgang der Auslandsbeteiligungen nur ein kurzer Trend, der sich bereits schnell wieder auf einen stärkeren Internationalisierungskurs einpendeln wird.

Gleichzeitig zeigen die Daten der BC aber auch steigende Erlöse aus Zinsen und Dividenden der brasilianischen Unternehmen. So gab es in den ersten sechs Monaten 2012 eine deutliche Steigerung bei diesen Erlösen von 690 Millionen US-Dollar (ca. 556 Millionen Euro) auf vier Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Milliarden Euro) im Vergleich zum ersten Halbjahr des letzten Jahres. In dem derzeitig schwierigen internationalen Umfeld könnte die Konsolidierung auch ein Zeichen der Krise sein. Die steigenden Dividenden zeigen aber, dass sich selbst in diesem Umfeld noch gutes Geld verdienen lässt. (mas)


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