Der Generalsekretär der staatlichen Strombehörde Aneel, Romeu Rufino. / Copyright: Agência Brasil

Der Generalsekretär der staatlichen Strombehörde Aneel, Romeu Rufino. / Copyright: Agência Brasil

Die Berichte über eine Rezession der brasilianischen Wirtschaft gehen an der Bevölkerung nicht spurlos vorbei. Insbesondere die brasilianische Mittelschicht tritt dem Jahr 2015 mit Vorsicht bei ihren Ausgaben gegenüber. Rund 47 Prozent der so genannten Klasse C habe vor eindeutig weniger in Supermärkten auszugeben als noch vor sechs Monaten. Dies geht aus einer am Freitag (20.2.) vorgestellten Studie des Instituto Data Popular hervor.

Gleichzeitig gaben 41 Prozent der Befragten aus der Klasse C an, genauso viel ausgeben zu wollen wie früher und zwölf Prozent gedenken, mehr zu konsumieren. Aktuell vereinen die beiden Klassen der brasilianischen Mittelschicht, C und D, rund 68 Prozent der Bevölkerung auf sich. In der Folge stellen die erhobenen Daten einen wesentlichen Stimmungsmesser dar.

Die Interviewten seien dazu befragt worden, ob sie in den kommenden sechs Monaten mehr oder weniger ausgeben werden. 45 Prozent der Gesamtbevölkerung gehe demnach davon aus, in Zukunft weniger zu kaufen, während sich für 36 Prozent im Vergleich zum vorherigen Zeitraum keine Veränderungen ergäben. 19 Prozent der Bevölkerung gehe es laut eigenen Angaben vergleichsweise besser als noch 2014, wie die Studie beschreibt.

Laut der Nachrichtenagentur Agência Brasil seien für die Umfrage von Ende Januar 3.050 Personen in 150 Städten des Landes befragt worden. (ms)

Quelle: Agência Brasil