Die Fußball-WM brachte trotz hoher Erwartungen keine neuen Jobs. / Copyright: Agência Brasil
Die Fußball-WM brachte trotz hoher Erwartungen keine neuen Jobs. / Copyright: Agência Brasil

Die Fußball-WM brachte trotz hoher Erwartungen kaum neue Festarbeitsstellen. / Copyright: Agência Brasil

Die vergangene Fußball-Weltmeisterschaft hat auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt weniger zu einem Aufschwung geführt als zuvor erhofft wurde. Entgegen den Erwartungen, die WM führe zu einem signifikanten Stellenschub, verhielt sich die Entwicklung im Juni und Juli dieses Jahres im Vergleich zu den Vormonaten der WM gleichbleibend. Dies geht aus der  Erhebung des brasilianischen Statistischen Bundesamtes (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) hervor, die diese Woche veröffentlicht wurde.

Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt seien laut dem Valor Econômico (21.8.) kaum von Bedeutung gewesen. Laut dem Bericht des IBGE sei die Arbeitslosigkeit während der Spielzeit in drei von vier Metropolregionen sogar angestiegen. In Recife stieg sie von 6,2 Prozent auf 6,6 Prozent, in Belo Horizonte von 3,9 auf 4,1 Prozent und in Rio de Janeiro von 3,2 auf 3,6 Prozent. Einzig in der Region São Paulo sei die Arbeitslosigkeit von 5,1 auf 4,9 Prozent gesunken.

Die technische Leiterin für den Bereich Arbeit und Produktivität beim IGBE, Adriana Araújo Beringuy, bestätigte, dass die vier Städte zwar Spielstätten der WM gewesen seien, doch in keiner eine bedeutende Veränderung der Arbeitslosenquote stattgefunden hätte. „Es gab große Erwartungen in der Bevölkerung an die WM. Das hat sich aber nicht bestätigt“, so Araújo Beringuy.

Auch beim Einzelhandel hatten sich entgegen der hohen Erwartungen Umsatzsteigerungen vielerorts nur punktuell eingestellt. In São Paulo seien sogar Umsatzeinbußen verzeichnet worden, wie der Handelsverband von São Paulo (Associação Comercial de São Paulo, ACSP) kurz nach Ende der WM berichtet hatte (BrasilNews berichtete, 18.07.2014). (ms)