Brasilianer stehen am Sonntag (5. Oktober) Schlange, um zu wählen. / Copyright: Agência Brasil
Brasilianer stehen am Sonntag (5. Oktober) Schlange, um zu wählen. / Copyright: Agência Brasil

Brasilianer stehen am Sonntag (5. Oktober) Schlange, um zu wählen. / Copyright: Agência Brasil

Wähler, die nicht an der Urne bei der Wahl am Sonntag (5. Oktober) erschienen sind und ihre Abwesenheit auch nicht vorher beim Wahlgericht erklärt haben, können sich noch bis zum Dezember dieses Jahres vor dem Gericht rechtfertigen. Laut dem Obersten Wahlgericht TSE haben Wähler bis zu 60 Tage Zeit, eine Begründung vorzubringen, warum sie nicht gewählt haben. Wahlberechtigte, die nicht in ihren Wahlbezirken abgestimmt haben, können ebenfalls zu einer Geldstrafe von 3,51 Reais verurteilt werden.

Laut dem TSE werden Wähler aber nicht vom zweiten Durchgang der Wahl ausgeschlossen, wenn sie beim ersten Durchgang fehlten und auch noch keine Erklärung dafür vorgebracht hätten. Erscheint er wieder nicht und ohne Rechtfertigung, werden ihm weitere 60 Tage zur Klärung der Angelegenheit vor Gericht eingeräumt.

Wer sich allen diesen Verpflichtungen entzieht, wird von verschiedenen Rechten ausgeschlossen wie: sich in einen öffentlichen Kurs einzuschreiben, ein öffentliches Amt zu bekleiden, einen Reisepass oder Personalausweis zu bekommen, die Einschreibung in einer Regelschule zu verlängern, Kredite von öffentlichen Banken zu bekommen, sowie an öffentlichen oder verwaltungstechnischen Wettbewerben teilzunehmen. Öffentliche Angestellte müssen darüber hinaus auf ihr Gehalt verzichten, bis die Angelegenheit vor dem Wahlgericht geklärt ist.Wer sich bei drei Wahlen infolge enthält – wobei jeder Durchgang als eine Wahl anzusehen ist – verliert seine Wahlberechtigung. (ls)