Marina Silva ist aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Eduardo Campos. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Marina Silva ist aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Eduardo Campos. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Marina Silva ist aussichtsreichste Kandidatin für die Nachfolge von Eduardo Campos. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Durch den Tod des Präsidentschaftskandidaten Eduardo Campos (BrasilNews, 14.8.2014) müssen die Karten zur Wahl neu gemischt werden. Für Aldo Fornazieri, Politologe und Professor bei der Schulstiftung für Soziologie und Politik von São Paulo (FESPSP) bedeutet der normale Hergang in so einem solchen Fall, dass die Vizepräsidentin von Campos, Marina Silva, nun seine Rolle übernimmt und sich als Präsidentschaftskandidat zur Wahl stellt.

„Noch ist genug Zeit für die Bekanntgabe eines neuen Kandidaten, wobei Silva die bekannteste Person ist, sie war als Kandidatin auch bei den vergangenen Wahlen dabei und erreichte 20 Millionen der Stimmen. Ich sehe keinen anderen Namen, der außer ihr genannt werden könnte“, so der Politologe. Marina Silva ist seit Oktober vergangenen Jahres bei der brasilianischen sozialistischen Partei (PSB), weil sie es nicht geschafft hatte ihre eigene neue Partei, das Netzwerk Nachhaltigkeit, rechtzeitig vor der Frist für politische Parteien für die Wahlen 2014 zu registrieren.

Laut dem Beschluss Nr. 23.405 des höchsten Wahlgerichts (TSE) muss der Kandidatenwechsel 20 Tage vor den Wahlen stattfinden, nur im Fall des Todes kann eine Neubenennung auch nach dieser Frist erfolgen. Die einzige Bedingung ist, dass der Antrag für die Registrierung des neuen Kandidaten innerhalb von zehn Tagen nach dem Wechsel oder der Mitteilung der Partei über die gerichtliche Entscheidung zum Wechsel gestellt wird.

In den kommenden Tagen wird sich die PSB zusammensetzen, um über einen neuen Kandidaten zu beraten. „Es muss sowohl eine Positionierung der Partei, als auch von Marina Silva selbst dazu geben, wobei wir wissen, dass ihre Verbindungen zur Partei gut sind“, sagt Fornazieri. Die Entscheidung über den neuen Kandidaten sollte bereits in Kürze bekanntgegeben werden, da bereits in der kommenden Woche die Zeit der kostenlosen Wahlwerbung beginnt. (ls)