Guido Westerwelle ist vom 13. bis 16. Februar in Brasilien zu Besuch sein / Copyright: Agência Brasil

Guido Westerwelle ist vom 13. bis 16. Februar in Brasilien zu Besuch / Copyright: Agência Brasil

Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle wird vom 13. bis 16. Februar in Brasilien sein. In der Hauptstadt Brasília werden ihn der brasilianische Außenminister Antônio de Aguiar Patriota und der Bildungsminister Aloizio Mercadante empfangen. Des Weiteren wird sich Westerwelle mit dem Minister für Wissenschaft, Technik und Innovation, Marco Antônio Raupp, sowie mit dem Gouverneur São Paulos, Geraldo Alckmin, zusammenfinden. In Rio de Janeiro steht ein Treffen mit dem dortigen Gouverneur Sérgio Cabral Filho auf der Tagesordnung.

Patriota und Westerwelle werden die Vertiefung der Partnerschaft zwischen Deutschland und Brasilien untersuchen. Hierbei sollen die Minister Aspekte wie nachhaltiges Wachstum, Energie, Infrastruktur, Bildung, Wissenschaft, Technik und Innovation besprechen. Bis 2014 werden 10.000 brasilianische Studenten die Möglichkeit erhalten, im Rahmen des Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Ciência sem Fronteiras) an deutschen Universitäten zu studieren. Brasilien wird als Partnerland auch Thema auf der Informationstechnologiemesse CeBIT sein, die in Hannover vom 6. bis 10. März stattfindet.

Des Weiteren sollen die Minister Themen internationalen Interesses diskutieren, so zum Beispiel die internationale Finanzsituation, die Konferenz Rio+20 und die Reform der Leitung politischer und wirtschaftlicher Institutionen. Die Länder Indien, Japan, Brasilien und Deutschland bilden zusammen die G4, die sich für die Reform der Vereinten Nationen einsetzen.

Deutschland kann als Haupthandelspartner Brasiliens in Europa bezeichnet werden und ist der viertgrößte Handelspartner Brasiliens in der Welt. 2011 erreichte der Handelsaustausch einen Rekord von 24,25 Milliarden US-Dollar, was einen Anstieg von 17,2 Prozent in Vergleich zu 2010 ausmache. Im vergangenen Jahr konnten brasilianische Exporte nach Deutschland ein Wachstum von 11,1 Prozent verzeichnen und überstiegen damit neun Milliarden US-Dollar. Die beiden Länder sind daran interessiert, auch die Kooperation zwischen kleinen und mittleren Unternehmen anzukurbeln, mit dem Ziel, die Forschung im Bereich der Industrie zu stärken. Mehr als 1.200 deutsche Firmen sind in Brasilien ansässig. Den Beitrag dieser Firmen am Bruttoinlandsprodukt Brasiliens schätze man zwischen acht und zehn Prozent ein. (ds)