Noch vor wenigen Tagen war sich der Finanzminister sicher, dass das Verfahren zur Amtsenthebung von Rousseff keine Bedeutung für die Investoren hätte. / Copyright: Agência Brasil

Brasilien steht vor eine schwierigen Probe: Wie der Finanzminister Joaquim Levy am Donnerstag (10.11) erklärte, könnte die Bonitätsnote des Landes weiter gesenkt werden und Brasilien seine Kreditwürdigkeit  verlieren. „Die Frage nach einer Herabstufung spiegelt die Realität wider. Es ist wie im Fußball: Wenn man sich nicht zu organisiert, keine Einheit bildet, ist das Ergebnis ernst. Man muss daran arbeiten“, sagte der Minister während eines Treffens des brasilianischen Bankenverbands (Febraban).

Am Mittwochnachmittag (09.12) verkündete die Ratingagentur Moody’s, dass sie die Aussicht bezüglich der Einstufung des Landes auf negativ abgesenkt hat. Im Fall einer tatsächlichen Herabstufung würde Brasilien seine Investitionswürdigkeit verlieren, welche die Garantie dafür ist, dass das Land nicht Gefahr läuft . Laut Moody’s führt die politische Unsicherheit aufgrund der Eröffnung des Verfahrens zur Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff zu Schwierigkeiten bei der Einschätzung der Maßnahmen zur Reduzierung der Ausgaben und Erhöhung von Steuern.

Nach Angaben der Ratingagentur liegt die Bonität Brasiliens derzeit bei Baa3, der untersten Note innerhalb der Kreditwürdigkeit. Im September hatte die Ratingagentur Standard & Poor’s Brasilien bereits aus dieser Kategorie ausgeschlossen. Sollte mit Moody’s jetzt eine weitere Agentur diesen Schritt tun, kann Brasilien keine Mittel mehr aus internationalen Investitionsfonds beziehen. (ls)

Quelle: Agência Brasil