Während der Index für das Wirtschaftsklima weltweit um 14 Prozent gesunken ist, fiel der Wert für Brasilien nur um 4,8 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, TUBS
Während der Index für das Wirtschaftsklima weltweit um 14 Prozent gesunken ist, fiel der Wert für Brasilien nur um 4,8 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, TUBS

Während der Index für das Wirtschaftsklima weltweit um 14 Prozent gesunken ist, fiel der Wert für Brasilien nur um 4,8 Prozent. / Copyright: Wikimedia Commons, TUBS

Das Wirtschaftsklima in Lateinamerika ist im Oktober um 4,8 Prozent gesunken mit einem Rückgang von 84 auf 80 Punkten laut dem Index zum Wirtschaftsklima. In Brasilien allerdings konnte ein leichter Anstieg festgestellt werden von 55 auf 57 Punkte. Der Index wird vierteljährlich in Partnerschaft mit dem deutschen Ifo-Institut herausgegeben.

Im Vergleich zum Wirtschaftsklima-Index weltweit liegt das Ergebnis für Lateinamerika deutlich über dem Durchschnitt mit einem Minus von 14 Prozent. Verantwortlich hierfür sind die Volkswirtschaften der großen Player wie die Europäische Union und China mit einem Rückgang von jeweils 13 Prozent sowie den USA mit einem Minus von 8,3 Prozent. Laut FGV deutet das Ergebnis auf eine Verschlechterung der Wirtschaftslage in den den kommenden sechs Monaten hin.

In Lateinamerika drückten Länder wie Mexiko (-5 Prozent), Chile (-15,7 Prozent) und Kolumbien (-10,7 Prozent) das Ergebnis. Neben Brasilien konnten Bolivien, Ecuador und Paraguay ihren Index gegenüber Juli verbessern. Am schlechtesten steht momentan Venezuela da mit nur 20 Punkten. Es folgen Argentinien (47), Brasilien (57) und Chile (75). Bolivien kommt auf das beste Ergebnis mit 124 Punkten. Allgemein gilt: Eine Punktzahl unter 100 bedeutet ungünstig.

Im Fall von Brasilien stieg der Index für die aktuelle Situation von 42 auf 30 Punkte, während der Index der Erwartungen von 68 auf 84 Punkte kletterte. In der Umfrage der Instituten wurden dabei als Hauptprobleme der brasilianischen Wirtschaft der Mangel an Vertrauen in die Regierungspolitik, mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit, Inflation, Staatsverschuldung und ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hervorgehoben. (ls)