Im Rest der Welt bessert sich das Wirtschaftsklima auf. / Copyright: Wikimedia Commons, The Photographer

Das Wirtschaftsklima in Lateinamerika hat sich zwischen Januar und April verschlechtert, obwohl es im Rest der Welt zu einer Verbesserung kam. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsklima in Lateinamerika“ der brasilianischen Universität FGV in Zusammenarbeit mit dem deutschen Ifo-Institut hervor.

Laut der Veröffentlichung ist der Index um 5,3 Prozent innerhalb der ersten vier Monate dieses Jahres gesunken und ging dabei von 75 Punkten auf 71 Punkte zurück. Verantwortlich für diese Entwicklung war vor allem der Teilindex über die Erwartungen, der ein Minus von elf Prozent verzeichnete, während der Teilindex über die aktuelle Situation um 3,4 Prozent zulegen konnte. Die insgesamte Verschlechterung des Indexes ist laut FGV besorgniserregend, da das Ergebnis für die kommenden sechs Monate gilt.

Im Gegensatz zur Lage in Lateinamerika hat sich der Index in anderen Ländern der Welt verbessert: Vor allem die EU konnte beim Wirtschaftsklima zulegen mit einem Plus von 11,5 Prozent. Die positive Entwicklung ist sowohl auf die Erwartungen für die Zukunft als auch zur aktuellen Lage zurückzuführen.

China registrierte weiterhin ein ungünstiges Wirtschaftsklima seit Oktober 2014, obwohl der Index im aktuellen Untersuchungszeitraum Januar bis April um 7,1 Prozent auf 91 Punkte gestiegen ist. Das aktuelle positive Ergebnis basiert auf den positiven Erwartungen zur zukünftigen Situation (+20 Prozent), was laut Bewertung der Studie nahelegt, dass die Wirtschaft bald einen neuen Aufschwung erleben könnte. (ls)

Quelle: Agência Brasil