Brasilien hat weiter die Möglichkeit, Weizen ohne Einfuhrzoll zu importieren / Copyright: Agência Brasil
Brasilien hat weiter die Möglichkeit, Weizen ohne Einfuhrzoll zu importieren / Copyright: Agência Brasil

Vor allem im Agrarsektor konkurrieren Brasilien und die USA. / Copyright: Agência Brasil

Die Wiedererstarkung der US-amerikanischen Wirtschaftsmacht könnte in diesem Jahr die Exportmöglichkeiten Brasiliens einschränken. Die USA sind im Agrargüter- und Lebensmittelsektor, hier vor allem bei den Produkten Soja, Mais, Zucker, Fleisch und Orangensaft, die größte Konkurrenz Brasiliens.

Der Präsident der Vereinigung Brasiliens für Außenhandel (Associação de Comércio Exterior do Brasil, kurz: AEB) José Augusto de Castro erklärte, dass es im Jahr 2013 einen leichten Rückgang der Exportzahlen der USA gegenüber Brasilien gab, dass sich die USA aber von ihrem kleinen Tief erholt hätten und in diesem Jahr mit einem steigenden Exportvolumen zu rechnen sei.

Der Präsident gab an, dass die USA ein neues Handelsabkommen mit der Europäischen Union in die Wege leiten wollen, welches dazu führen könne, dass anstelle von brasilianischen Gütern mehr US-amerikanische Produkte in den europäischen Raum exportiert werden. Insgesamt waren die brasilianischen Exporte in die Europäische Union zuletzt schwächer geworden. Diese Tendenz soll sich laut Experten auch in diesem Jahr weiter fortsetzen. Zudem soll auch das Handelsdefizit Brasiliens gegenüber den USA 2014 einen neuen Höchstwert von 10 Milliarden Dollar (rund 7,25 Milliarden Euro) erreichen.

Ein positiver Aspekt für das Jahr 2014 in wirtschaftlicher Hinsicht sei allerdings, dass China als einer der größten Absatzmärkte brasilianischer Produkte von einer Phase hoher Investitionen in eine Phase des Konsums übergehe. So könnten die Exporte in diesen Teil der Erde möglicherweise weiter ansteigen. (sg)