José Botafogo Gonçalves, Vize-Präsident des brasilianischen Zentrums für Internationale Beziehungen, spricht sich für Vereinigung aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Elza Fiúza/ABr

Integration der Energiemärkte, Investitionen in die Infrastruktur und ein innovatives Unternehmertum sind Möglichkeiten für mehr Handel und wirtschaftliche Integration in Lateinamerika, wodurch der Kontinent auch global gestärkt werden würde. Davon sind die 100 Entscheider auf der Versammlung des Wirtschaftsrates von Lateinamerika (Ceal) überzeugt.

Der Wirtschaftsrat spricht sich für ein stärkeres gemeinschaftliches Lateinamerika aus. „So werden wir attraktiver für Investitionen, können mehr Handel betreiben und eine herausragende Position unter den großen Wirtschaftsblöcken einnehmen“, sagt der internationale Präsident des Ceal, der brasilianische Ingenieur Ingo Ploger. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Lateinamerika liegt bei etwa neun Billionen US-Dollar. „Das ist die Hälfte des BIP der USA und der EU und entspricht zwei Drittel des BIP von China.“

Laut Ploger gibt es in der Region international gut positionierte Produktionsketten, wie die der pflanzlichen und tierischen Proteinen und einiger natürlicher Ressourcen. Zudem würden die lateinamerikanischen Länder ihren Export immer weiter ausbauen und mehr Dienstleistungen in diesem Bereich anbieten. Auch der Tourismus sei in der Vergangenheit stark gewachsen.

Der Vize-Präsident des brasilianischen Zentrums für Internationale Beziehungen (Cebri), der Botschafter José Botafogo Gonçalves, bestätigt, dass er keinen Zweifel daran hat, dass die disktuierten Themen Lateinamerika stärken werden. „Auch wenn es sich um eine sehr große Region handelt, haben die Länder wichtige Aspekte gemeinsam. Viele von den lateinamerikanischen Ländern sind Teil der Gruppe von Schwellenländern, in denen es eine wachsende Bedeutung der Verbraucher der neuen Mittelschicht gibt“, sagt er. (ls)

Quelle: Agência Brasil