Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff teilte gestern (16.04.) mit, dass das wirtschaftliche Wachstum des Landes von sozialer Gerechtigkeit begleitet werden muss und bezog sich hierbei auf die neue Phase des Wohnungsbauprogramms Minha Casa, Minha Vida („Mein Haus, mein Leben“). Aus diesem Grund wird die Regierung 107.000 Wohneinheiten an in kleinen Gemeinden lebende Familien mit einem monatlichen Einkommen bis zu 1.600 Reais (ca. 662 Euro) vergeben.

Minha Casa, Minha Vida ist ein sehr wichtiges Programm der Regierung, da es in die Lebensqualität von Familien investiert“, so schätzte Rousseff beim wöchentlichen Programm Café com a Presidenta („Kaffee mit der Präsidentin“) ein. Insgesamt werden 2.500 Gemeinden bis 50.000 Einwohnern vor allem im Norden und Nordosten Brasiliens vom Wohnungsbauprogramm profitieren.

Rousseff erinnerte daran, dass in dieser Phase des Programms voraussichtlich 2,4 Millionen Wohnungen bis 2014 gebaut werden soll. Von Januar letzten Jahres bis heute wurden bereits Verträge für 614.000 Häuser unterschrieben. Allein für kleine Gemeinden kommen die Investitionen auf einen Wert von 2,8 Milliarden Reais (rund 1,2 Milliarden Euro), das bedeutet 25.000 Reais als Zuschuss für jede Familie, die Zugang zu einer Wohneinheit hat.

„Die Leistung darf fünf Prozent des Familieneinkommens nicht überschreiten. Wenn eine Person zum Beispiel 1.000 Reais verdient, muss sie bis zu 50 Reais bezahlen. Wir wissen, dass sich die Familien, die monatlich bis zu 1.600 Reais verdienen, ein Haus nur leisten können, wenn sie von der Regierung unterstützt werden“, so Rousseff.

Diejenigen, die Interesse am Programm haben, müssten sich bei den jeweiligen Stadtverwaltungen melden, wo eine Auswahl der Begünstigten getroffen wird. Priorität haben alleinerziehende Mütter und Väter, Bewohner von Risikogebieten und Personen mit Behinderungen. (ds)