Zentralbank-Präsident geht von einem soliden finanziellen Fundament in vielen lateinamerikanischen Ländern aus. / Copyright: Wikimedia Commons,  ACrush
Auch in dieser Woche gehen aus dem Wirtschaftsanzeiger der Zentralbank keine positiven Zahlen hervor / Copyright: Wikimedia Commons,  ACrush

Auch in dieser Woche gehen aus dem Wirtschaftsanzeiger der Zentralbank keine positiven Zahlen hervor. / Copyright: Wikimedia Commons, ACrush

Zum vierten Mal in Folge haben brasilianische Finanzinstitute den Wert für das geschätzte Wachstum der Wirtschaft Brasiliens für das laufende Jahr reduziert. Laut Angaben des Wirtschaftsanzeigers „Focus“, eine wöchentliche Umfrage von Marktanalysten, die von der brasilianischen Zentralbank BC (Banco Central) herausgegeben wird, sind die Schätzungen zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 1,24 Prozent in der vergangenen Woche auf aktuell 1,16 Prozent gesunken.

Auch die Schätzungen für das kommende Jahr haben sich verschlechtert: Demnach wächts das BIP 2015 voraussichtlich nicht mehr um 1,73 Prozent, sondern nur noch um 1,5 Prozent. Einer der Hauptfaktoren, die zur abschwächenden Konjunktur beitragen, ist die Industriebranche. Laut Umfrage beläuft sich das geschätzte Wachstum der Industrieproduktion für 2014 auf -0,14 Prozent. Im vorherigen Bericht hatten die Finanzinstitute ein Plus von 0,51 Prozent vorausgesagt.

Bezüglich der Inflation blieb der nationale Konsumentenpreisindex IPCA (Índice Nacional de Preços ao Consumidor Amplo) bei 6,46 Prozent stabil. Was den Basiszinssatz SELIC betrifft, rechnen die Verantwortlichen mit elf Prozent bis Ende 2014. Der SELIC, der vom geldpolitischen Ausschuss COPOM (Comitê de Política Monetária) der Zentralbank festgelegt wird, hält sich bereits seit April auf diesem Niveau. (ds)