Rio de Janeiro und das Stadion Maracaná gehören zu den größten CO2-Verbrauchern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jcsalmon
Rio de Janeiro und das Stadion Maracaná gehören zu den größten CO2-Verbrauchern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jcsalmon

Rio de Janeiro und das Stadion Maracaná gehören zu den größten CO2-Verbrauchern / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Jcsalmon

Eine Studie des Beratungsunternehmens CO2Zero hat ergeben, dass die Fußballweltmeisterschaft, die 2014 in Brasilien stattfinden wird, rund elf Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid erzeugen wird. Berücksichtigt wurde bei der Untersuchung auch der CO2-Ausstoß, der bei den vorbereitenden Maßnahmen verursacht wird. Eingeschlossen sind in der Berechnung somit auch die Konstruktion und Restauration der Stadien und die infrastrukturellen Baumaßnahmen. Der Verbrauch entspricht ungefähr dem CO2-Ausstoß von 181.254 brasilianischen Familien innerhalb eines Jahres.

Der größte Anteil an Kohlenstoffdioxid wird von São Paulo, Salvador, Natal und Rio de Janeiro verbraucht. Zusammen machen die vier Städte rund 56,7 Prozent des CO2-Ausstoßes aus. Vergleichsweise geringe Werte waren in Recife zu verzeichnen. Die 3,6 Millionen erwarteten Gäste, davon schätzungsweise drei Millionen Brasilianer, werden während der Weltmeisterschaft rund fünf Millionen Tonnen CO2 verursachen.

Daniel Machado, der Verantwortliche der Studie bei CO2Zero wird den Ergebnisbericht beim Ministerium für Sport und auch bei dem Lokalen Organisationskomitee der WM (Comitê Organizador Local, kurz: COL) einreichen, um gemeinsam über mögliche Reduzierungen des Ausstoßes nachzudenken. Daniel Machado schlägt für den Flugverkehr beispielsweise einen Umstieg auf Biotreibstoff vor. Nach den Baumaßnahmen sei der Flugverkehr der zweitgrößte Faktor beim CO2-Verbrauch. Darüber hinaus setzt sich Machado für größere Investitionen in den Schienenverkehr ein. Der Transportsektor ist laut der Studie insgesamt für zwei Millionen Tonnen CO2 verantwortlich.

Ab morgen (12.9.) wird die brasilianische Regierung zwei Tage lang über die Nachhaltigkeit der WM 2014 sprechen und mögliche Lösungen einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes diskutieren. (sg)