Bis zuletzt wurde am Stadion des WM-Eröffnungsspiel, dem Itaquerao in Sao Paulo gearbeitet. Copyright WikiCOmmons Autor Anderson Bueno Pereira
Bis zuletzt wurde am Stadion des WM-Eröffnungsspiel, dem Itaquerao in Sao Paulo gearbeitet. Copyright WikiCOmmons Autor Anderson Bueno Pereira

Bis zuletzt wurde am Stadion des WM-Eröffnungsspiel, dem Itaquerão in São Paulo, gearbeitet. / Copyright: Wikimedia Commons, Anderson Bueno Pereira

Mit Spannung wird das Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer am heutigen Donnerstag in São Paulo erwartet. Zum einen verspricht sich die Öffentlichkeit Aufschluss über die Qualitäten der brasilianischen Nationalmannschaft und deren Titelchancen. Zum anderen werden auch zum Auftaktspiel Proteste erwartet.

Um das Stadion, dem Itaquerão, herum ist laut Medienberichten von Demonstranten ein Camp errichtet worden. Aus Protest gegen die Vertreibung von Anwohnern im Zuge der Errichtung des Stadions, wegen fehlender Wohnungen und der nicht geschaffenen Infrastruktur im Wohnumfeld des Stadtteils halten seit vergangener Woche mehrere Tausend Menschen das Umfeld des Stadions besetzt. Die Präsidentin Dilma Rousseff hatte vergangenes Wochenende versprochen, die Situation um das Stadion zu lösen.

Im Vorfeld der Besetzung marschierten 12.000 Menschen zum Itaquerão, im Osten von São Paulo. Sie protestierten gegen den Einsatz öffentlicher Mittel zum Bau der Stadien, wie lokale Medien berichteten. Ein Großteil der Stadien werde nach Ende der WM privaten Holdings übergeben, die die Stadien an die Kommunen und Vereine vermieten. Dies trifft auch auf das berühmte Maracanã in Rio de Janeiro zu.

Auf der anderen Seite hat sich die neu berufene Oberste Richterin am Militärgerichtshof, Maria Elizabeth Teixeira Rocha, für den Einsatz der Armee im Landesinneren ausgesprochen.  Zum Schutz der öffentlichen Sicherheit während der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft sei das Militär besser vorbereitet als die Polizei.

Laut Richterin Teixeira Rocha würden die Militärs während Auseinandersetzungen nicht gleich zuschlagen oder aggressiv werden. „Ich denke, das Militär ist besser vorbereitet auf Konfrontationen als die Polizei, die oftmals nur wenig respektiert wird und den Kopf verliert“, so die Oberste Richterin gegenüber der Zeitung Folha de S.Paulo vom vergangenen Mittwoch (10.6.). Teixeira Rocha ist die erste Frau, die den Posten der Obersten Richterin am Militärgerichtshof inne hat. (ms)