Ein Bericht des Geheimdienstes von Brasilien legt mögliche Gefahren rund um die WM offen. / Copyright: Agência Brasil
Ein Bericht des Geheimdienstes von Brasilien legt mögliche Gefahren rund um die WM offen. / Copyright: Agência Brasil

Ein Bericht des Geheimdienstes von Brasilien legt mögliche Gefahren rund um die WM offen. / Copyright: Agência Brasil

Vor Beginn der Fußball-WM hat sich der brasilianische Geheimdienst nicht nur auf normale Demonstrationen und Chaos an den Flughäfen vorbereitet, sondern auch auf einen möglichen Anschlag auf das Fußballteam der Vereinigten Staaten von Amerika. Laut einem Bericht des Geheimdienstes ABIN, der Bundespolizei und den Streitkräften im März und April ging man davon aus, dass Anhänger des „schwarzen Blocks“, Punks oder Neonazis während der Spiele einen Anschlag verüben würden.

Der Bericht sollte der Regierung helfen, Sicherheitsstrategien zu planen. Daher wurde das Dokument als geheim deklariert und nicht zur Veröffentlichung freigeben – die Tageszeitung Folha de S.Paulo konnte dennoch Einsicht erlangen.

Die Demonstranten werden im Dokument als gemäßigt eingeschätzt, trotzdem habe es aber Verwüstungen und Beschmierungen während dem Aufmarsch am 19. Juni in São Paulo gegeben. Die Demonstration, organisiert von der sozialen Bewegung MPL, endete mit zerstörten Bankfilialen und Luxusautohäusern. Neben Demonstrationen des „schwarzen Blocks“ weisen die Verantwortlichen für die Analyse auch auf die Möglichkeit eines Aufstands von Verteidigungskräften der Regierung hin. Bislang ist es dazu allerdings noch nicht gekommen.

In der Analyse, die vor zwei Monaten bereits gemacht wurde, wiesen die Autoren auch auf Aktionen der Bewegung der wohnungslosen Arbeiter hin (MTST), wie sie es auch vor dem Beginn der WM in São Paulo gegeben hat. Auch von Seiten der Landlosen erwartete man Proteste, aber ohne großen Einfluss. Hinsichtlich terroristischer Anschläge gingen die Studienmacher von einem Anschlag auf das US-amerikanische Team aus, „um Schäden zu verursachen und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu stören“.