Das brasilianische WM-Maskottchen. Bisher hat es vor allem der Fifa Umsatzrekorde ermöglicht. / Copyright: Agência Brasil, Autorin Tânia Rêgo ABr
Das brasilianische WM-Maskottchen. Bisher hat es vor allem der Fifa Umsatzrekorde ermöglicht. / Copyright: Agência Brasil, Autorin Tânia Rêgo ABr

Das brasilianische WM-Maskottchen. Bisher hat es vor allem der Fifa Umsatzrekorde ermöglicht. / Copyright: Agência Brasil, Autorin Tânia Rêgo ABr

Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft der Männer, die in Brasilien von Juni bis Juli stattfinden wird, hat dem Fußballweltverband FIFA die bisher größten Einnahmen der Geschichte beschert. Laut einer Pressemitteilung der FIFA vom vergangenen Freitag (21.3.) habe der Verband mit Sitz in Zürich im vergangenen Jahr 1,38 Milliarden US-Dollar (circa eine Milliarde Euro) an Einnahmen verbucht. Dies seien noch einmal 7,4 Prozent mehr als der bisherige Rekord. Dieser wurde mit 1,29 Milliarden US-Dollar (etwa 935 Mio. Euro) im Jahr 2010 zur WM in Südafrika aufgestellt.

Die beiden größten Einnahmequellen setzen sich aus dem Marketing, also dem Verkauf von Werbe- und Verkaufslizenzen, und dem Verkauf von Übertragungsrechten an Fernsehanstalten zusammen. Die WM 2014 allein habe in dieser Hinsicht im vergangenen Jahr knapp eine Milliarde US-Dollar (circa 725 Millionen Euro) eingespielt, wie die brasilianische Tageszeitung Valor Econômico berichtet.

Dies wiederum sei unabhängig vom Austragungsland Brasilien, wie der FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke mitteilte. „Der größte Teil der Übertragungsrechte wurde bereits verkauft, bevor Brasilien als Austragungsort der WM gewählt wurde. Wir haben jedoch alle Rekorde mit dem Verkauf von Eintrittskarten und WM-Paketen gebrochen“, so Valcke. Das zeige, dass Brasilien das Land des Fußballs sei, wie der Vertreter des in Brasilien zunehmend in die Kritik geratenen Fußball-Verbandes bekräftigte. Immer wieder wird die FIFA für die hohen Ausgaben öffentlicher Mittel für den Stadionbau mitverantwortlich gemacht (BrasilNews berichtete, 20.3.2014). Auch führten die exklusiven Verkaufs-Konzessionen in Stadiennähe an die Sponsoren wie Coca Cola und Budweiser zu Verdrängung vieler Kleinhändler, wie von Kritikern angeführt wird.

Trotz des Einnahmenrekords im Jahr 2013 liege der Gewinn für 2013 unter dem des Vorjahres. Insgesamt sei ein Reingewinn von 72 Millionen US-Dollar verbucht worden. Im Jahr zuvor waren es 89 Millionen US-Dollar. Gewinnrekord war derweil das Jahr der WM in Südafrika mit 202 Millionen US-Dollar (rund 150 Millionen Euro). (ms)