Reformen beim Maracanã-Stadion sparten 97 Millionen Reais. / Copyright: Wikimedia Commons, Érica Ramalho/ Governo do Rio de Janeiro
Reformen beim Maracanã-Stadion sparten 97 Millionen Reais. / Copyright: Wikimedia Commons, Érica Ramalho/ Governo do Rio de Janeiro

Reformen beim Maracanã-Stadion sparten 97 Millionen Reais. / Copyright: Wikimedia Commons, Érica Ramalho/ Governo do Rio de Janeiro

Eine fehlende Planung ist der Hauptgrund für die Verspätung bei den Bauarbeiten rund um die Weltmeisterschaft, bestätigte am vergangenen Mittwoch der Präsident des brasilianischen Rechnungshofs (TCU), Minister Augusto Nardes, während einer öffentlichen Anhörung vor dem Sportausschuss der Kammer. Nardes zufolge konnten rund 700 Millionen Reais in den öffentlichen Kassen gespart werden dank dem Rechnungshof, der die Verträge überwacht hat.

„Was uns aber mehr beunruhigt ist, dass es keine richtige Planung gibt. Deshalb stellen wir ein Regierungsprojekt vor, um die planlose Arbeit bei öffentlichen Bauarbeiten zu beenden und einen Weg einzuführen, wie alle mit einem Plan ausgeführt werden kann. Diese gesparten 700 Millionen Reais ergaben sich aus einer Überteuerung bei Bauarbeiten für die WM“, erläutert Nardes.

Als Beispiel für die Planlosigkeit bei den Vorbereitungen für die WM erzählte der Minister, dass er gerade von einer Reise aus dem Ausland zurückgekehrt sei und dort hatte feststellen müssen, dass die brasilianischen Botschaften nicht einmal Informationsmaterial bekommen hatten, um die WM zu bewerben und Touristen dazu zu animieren, das Land zu besuchen. Er beklagte zudem, die Verspätungen bei den Bauarbeiten beim städtischen Transportsystem, wie der Rechnungshof in allen zwölf WM-Gastgeber-Städten festgestellt hatte.

Nardes sagte, dass die Aufsicht der Wirtschaftsprüfer des Rechnungshofes die Ausgaben mit der Reform des Stadions „Jornalista Mário Filho“, oder auch Maracanã-Stadion genannt, in Rio de Janeiro um 97 Millionen Reais senken konnten. Der Minister fügte hinzu, dass in den vergangenen fünf Jahren das Vorgehen des Rechnungshofs gegen Unregelmäßigkeiten bei Finanzierungen mit öffentlichen Geldern eine Summe von 102 Milliarden Reais eingespart hat. Darüber hinaus wurden 7000 Menschen durch den Rechnungshof verurteilt wegen eines Fehlverhaltens in der Verwaltung und anderer Unregelmäßigkeiten. (ls)