Während die Industrie Energie einsparen konnte, ist der Verbrauch im Wohnsektor gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, mivomitosullescarpe
Während die Industrie Energie einsparen konnte, ist der Verbrauch im Wohnsektor gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, mivomitosullescarpe

Während die Industrie Energie einsparen konnte, ist der Verbrauch im Wohnsektor gestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, mivomitosullescarpe

Der Wohnsektor war im Januar dieses Jahres für den größten Anteil des Energieverbrauchs verantwortlich, verglichen mit dem gleichen Monat des vergangenen Jahres. Nach Angaben der Energieforschungsagentur EPE lag der Zuwachs beim Verbrauch bei 6,1 Prozent. Damit kam der Sektor auf 12.501 Gigawattstunden (GWh).

Im Industriebereich dagegen gab es einen Rückgang von 4,7 Prozent auf 13.822 GWh und damit auf das niedrigste Monatsergebnis seit Januar 2010. Zudem ist es laut EPE das erste Mal seit März 2013, dass alle Regionen einen gesunkenen Energieverbrauch in der Industrie vorweisen können. Insgesamt erreichte der Stromverbrauch im Januar 40.660 GWh, was einer Steigerung von 1,1 Prozent im Vergleich zum Januar 2014 entspricht. Der EPE zufolge liegt der Anstieg über zwölf Monate gerechnet bei 1,9 Prozent.

Nach Angaben der Agentur spiegelt das aktuelle Ergebnis das Bild der vergangenen Monat wider – einen Rückgang in der Industrie und dafür einen Anstieg beim Wohnen und im Dienstleistungssektor. Die EPE betonte jedoch, dass der Energieverbrauch im Wohnbereich auf die vergangenen zwölf Monate hin gesehen einen deutlichen Rückgang zeige, was einen Anpassungstrend belege. Im Geschäftsbereich sei es allerdings noch nicht möglich einen solchen Trend zu erkennen.

Im Rohstoffsektor stieg der Energieverbrauch um 25 Prozent an. Der Bundesstaat Minas Gerais (+ 33 Prozent) lag dabei an erster Stelle, gefolgt von Espírito Santo (+ 22 Prozent) und Pará (+ 21 Prozent). Die Erklärung dafür ist die erhöhte Produktion von Eisenerz und Pellets. In der Metallindustrie konnte jedoch ein Rückgang von 17 Prozent verzeichnet werden, vor allem in den Bundesstaaten Maranhão (-50 Prozent), Minas Gerais (-25 Prozent), São Paulo (-18 Prozent), Santa Catarina (-9 Prozent) und Pará (- 6 Prozent). Nach Angaben der EPE haben diese Bundesstaaten einen Anteil von 75 Prozent am sektoralen Energieverbrauch. (ls)

Quelle: Agência Brasil