In der Favela Morro do Alemão werden 900 Wohneinheiten errichtet / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, nickyd75
In der Favela Morro do Alemão werden 900 Wohneinheiten errichtet / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, nickyd75

In der Favela Morro do Alemão werden 900 Wohneinheiten errichtet / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, nickyd75

Im Rahmen des brasilianischen Wohnungsbauprogramms Minha Casa, Minha Vida („Mein Haus, mein Leben“) will die Regierung ab der zweiten Jahreshälfte den Bau von 900 Häusern im Armenviertel Morro do Alemão initiieren. Der Morro do Alemão wird auch als Complexo do Alemão, „Bereich des Deutschen“, bezeichnet und ist eine große Favela im Norden von Rio de Janeiro. Der Name leitet sich von dem ursprünglichen Besitzer eines landwirtschaftlichen Betriebs innerhalb der heutigen Favela ab, dem Polen Leornard Kaczmarkiewicz, der für einen Deutschen gehalten wurde.

Insgesamt sollen bis 2014 1.900 Wohneinheiten errichtet werden. Diese Wohnungen erhalten Familien, die aus Risikogebieten evakuiert worden sind oder deren Häuser überfallen wurden und die Sozialleistungen wie Wohngeld von der bundesstaatlichen Regierung beziehen. Laut Angaben der Regierung des Bundesstaates sollen die Häuser entlang der Straße Avenida Itaoca errichtet werden sowie auf dem Gelände der ehemaligen Bierfabrik Skol. Die alten Gebäude wurden bereits abgerissen, so dass das Gebiet für den Neubau bereitsteht. Auf dem Gelände der Fabrik werden allein 400 Wohneinheiten errichtet.

Bereits in der Vergangenheit wurden 1.502 Wohnungen an Familien übergeben, die in Risikogebieten sesshaft waren und die ihre Häuser aufgrund der Bauarbeiten des Wachstumsbeschleunigungsprogramms PAC (Programa de Aceleração do Crescimento) der brasilianischen Regierung verlassen mussten. Insgesamt wurden damit 3.031 Familien umgesiedelt. (ds)