Kleine Gemeinden können nun auch am Wohnungsbauprogramm "Mein Haus, Mein Leben" teilnehmen / Copyright: Minha Casa, Minha Vida
Kleine Gemeinden können nun auch am Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, Mein Leben“ teilnehmen / Copyright: Minha Casa, Minha Vida

Kleine Gemeinden können nun auch am Wohnungsbauprogramm „Mein Haus, Mein Leben“ teilnehmen / Copyright: Minha Casa, Minha Vida

Im brasilianischen Bundesanzeiger Diário Oficial da União wurden gestern (13.08.) Richtlinien veröffentlicht, wie Familien mit monatlichem Einkommen bis zu 1.600 Reais (ca. 520 Euro), die in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 50.000 leben, am Wohnungsbauprogramm Minha Casa, Minha Vida („Mein Haus, Mein Leben“) teilnehmen können. Die Gebiete müssen gut in die städtische Infrastruktur eingebaut sein, das heißt die Grundinfrastruktur wie Entwässerungssysteme, Gehwege, Bordsteine, Rinnen sowie der Anschluss ans Stromnetz, an die Trinkwasserversorgung und vorhandene Müllabfuhr müssen gewährleistet sein.

Mindestens drei Prozent der Wohneinheiten sind für Senioren reserviert. Die Häuser für Personen mit Behinderungen sollen behindertengerecht ausgerüstet werden. Den Familien mit Kindern wird die Anbindung an Kindertagesstätten und Grundschulen garantiert.

Gemeinden mit einer Einwohnerzahl geringer als 20.000 haben Anspruch auf 30 Wohneinheiten, Gemeinden mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern auf 60 Wohneinheiten. Der Maximalwert einer Wohnung beläuft sich auf 35.000 Reais. Die finanziellen Mittel für den Wohnungsbau stammen vom Fonds für Wohnungsvermietung (Fundo de Arrendamento Residencia) im Rahmen des Nationalen Städtewohnprogramms.

Laut Angaben des Städteministers Aguinaldo Ribeiro sei außerdem Ziel, mit den Unternehmungen direkte und indirekte Arbeitsplätze zu schaffen, die Autonomie der Familien zu stärken sowie deren soziale Eingliederung zu sichern. (ds)