Brasilianer sehen die Regierung in der Pflicht, sich mehr um den Naturschutz zu kümmern. / Copyright: Wikimedia Commons, deltafrut
Brasilianer sehen die Regierung in der Pflicht, sich mehr um den Naturschutz zu kümmern. / Copyright: Wikimedia Commons, deltafrut

Brasilianer sehen die Regierung in der Pflicht, sich mehr um den Naturschutz zu kümmern. / Copyright: Wikimedia Commons, deltafrut

Eine Studie der Nicht-Regierungsorganisation WWF Brasilien zeigt, dass 82 Prozent der Brasilianer nicht glaubt, dass die Natur im Land ausreichend geschützt wird. Nur elf Prozent gaben an, dass die Natur ausreichend geschützt würde. Zudem sehen 74 Prozent der Befragten die Regierung in der Verantwortung, sich um die Pflege des Naturschutzes zu kümmern, 46 Prozent sehen die Bürger in der Pflicht und 20 Prozent die Nicht-Regierungsorganisationen.

„In vielen Fällen glauben die Leute, weil sie Steuern an die Regierung zahlen, dass diese auch für den Naturschutz verantwortlich ist. Aber wer den Fluss verschmutzt, den Abwasserkanal nicht an das Abwassersystem anschließt, wer Öl auf die Straße gibt, ist ebenfalls verantwortlich“, sagt die Generalsekretärin des WWF Brasilien Maria Cecília Wey de Brito. „Wenn man an die geschützten Gebiete denkt, also an die Parks, können die Regierungen mehr für den Naturschutz tun, allerdings könnten sie dafür mehr Mittel zur Verfügung haben“, so Cecília.

Laut der Daten sind 58 Prozent der Befragten stolz auf die Umwelt und die natürlichen Ressourcen des Landes. Vor diesem Hintergrund sagt die Generalsekretärin, dass das Thema aber noch keine angemessene Aufmerksamkeit in der politischen Diskussion habe. „Unsere politischen Diskussionen sind arm und beschäftigen sich nicht mit Fragen, die von allgemeinem Interesse für die Gesellschaft sind, wie Naturschutzgebiete, der Mangel an Wasser in São Paulo, oder die Verschmutzung von Flüssen.“ (ls)