Nichregierungsorganisation übt Kritik an Ausbau der erneuerbaren Energiequellen. / Copyright: Wikimedia Commons, Armin Kübelbeck

Brasilien muss mit mehr Sorgfalt an den Ausbau von Wind- und Solarenergie gehen, heißt es in einer Studie der Nichtregierungsorganisation WWF-Brasilien. Demnach fehlt es an Planung und Kontinuität bei den Auftragsvergaben, und es gibt zu wenige jährliche Ausschreibungen für die Energiegewinnung aus den beiden nachhaltigen Quellen.

Wie die Studie zeigt, schwankt das Land zwischen Zeiten, in denen beispielsweise viele, aber dann auch wieder wenige Windprojekte angegangen werden. Das habe eine negative Auswirkung auf die gesamte Produktionskette des Sektors. Ständige Veränderungen der Rahmenbedingungen und der unterstützenden Maßnahmen würden Investoren in die Flucht treiben. „Wichtig ist eine Konsolidierung der Steuerentlastung entlang der gesamten Produktionskette sowie stabile Rahmenbedingungen“, empfiehlt die Studie.

Zudem sei es sinnvoll, Solarenergie in finanzieller und steuerlicher Hinsicht zu fördern sowie Kreditlinien aufzusetzen, die die Finanzierung der Anlagen für Bürger und Unternehmen einfacher machen, damit eigene Energie zu einem günstigeren Preis produziert werden kann.

„Heute amortisiert sich die Finanzierung eines Photovoltaik-Systems erst in 25 bis 30 Jahren, vielleicht in zehn Jahren, wenn man das gesparte Geld aus der Stromrechnung für die Finanzierung nutzen kann“, sagt André Costa Nahur von der Abteilung Klimaveränderungen und Energie beim WWF-Brasilien. (ls)

Quelle: Agência Brasil