Zahlungsrückstände stiegen im Januar um mehr als 7 Prozent an im Vergleich zum Vorjahresmonat. / Copyright: Agência Brasil
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Zahlungsrückstände stiegen im Januar um mehr als 7 Prozent an im Vergleich zum Vorjahresmonat. / Copyright: Agência Brasil

Die Anzahl von Zahlungsrückständen ist mit Beginn des Jahres 2014 im Vergleich zum Vorjahr wieder angestiegen. Im vergangenen Januar kam es laut dem nationalen Zusammenschluss von Ladenbetreibern (Confederação Nacional dos Dirigentes Logistas, kurz: CNDL) zu einem Anstieg von 7,84 Prozent verglichen mit Januar 2013. Der Anstieg steht, nach Angaben der Organisation, entgegen der Tendenz eines längeren Rückgangs der Zahlungsrückstände, der seit April 2013 angehalten hatte. Im Vergleich zum Dezember ging die Zahl immer noch um 2,28 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr 2014 wird mit einem Anteil der Zahlungsrückständen von zwischen 2,5 und 3 Prozent gerechnet, damit würde der Wert leicht über den 2,33 Prozent von Ende 2013 liegen. „Historisch betrachtet steigen die Zahlungsrückstände im Januar immer stark an aufgrund der Lage der Haushaltssituation der Familien zum Ende des Jahres“, erläuterte der Präsident der CNDL Roque Pellizzaro.

Er wies zudem daraufhin, dass die Zahlungsrückstände in den vergangenen drei Jahren zurückgegangen seien. „Dies zeigt ebenfalls, dass sich die Rückstände tatsächlich unter ein bestimmtes Niveau bewegen, viel stärker als wir es erwartet hatten.“ Pellizzaro sagte, der brasilianische Markt sei weiter herangereift. „Der Markt in Brasilien steht heute besser dar, was den Einkommensanstieg betrifft, die Beschäftigung und vor allem die Möglichkeit von Krediten. Allerdings haben wir in 2013 keinen starken Anstieg der Kreditvergaben gesehen und so sollte es auch 2014 bleiben.“

Die Zahlungsrückstände sollten sich im laufenden Jahr auf einem „akzeptablen Niveau“ bewegen. Der Präsident geht von einer weiteren Ausgestaltung des Markts für Kreditvergaben aus, sowohl was die Strenge zur Vergabe von Krediten betrifft, als auch die Kreditaussteller, die mittlerweile vorsichtiger mit ihrem Budget umgehen würden. (ls)