Allein bei Banken sind die Schulden gesunken. / Copyright: Wikimedia Commons, Rodrigo Soldon

Die Zahlungsunfähigkeit von brasilianischen Unternehmen ist im Juli um 6,6 Prozent gegenüber Juni angestiegen, wie die Unternehmensberatung Serasa Experian berichtet. Im Vergleich zum Juli 2014 liegt das Plus bei 12,6 Prozent.

Am schwersten wogen dabei die Forderungen auf Grundlage einer Anzeige des Schuldnern mit einem Zuwachs von 14,2 Prozent. Schulden auf Kreditkarten, Finanzierungen, bei Geschäften im allgemeinen, Dienstleistern wie Telefongesellschaften sowie Strom- und Wasseranbietern stiegen um 4,2 Prozent. Bei Banken sanken die Schulden allerdings um 1,9 Prozent.

Der Durchschnittswert der zur Anzeige gebrachten Schulden stieg zwischen Januar und Juli dieses Jahres um 14,1 Prozent an gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei den bankenunabhängigen Schulden lag das Plus hier bei 0,5 Prozent. Bei den Banken wiederum sanken die Schulden im ersten Halbjahr um 17,6 Prozent.

Laut den Ökonomen von Serasa Experian hat der wirtschaftliche Abschwung negative Auswirkungen auf den Cash-Flow der Unternehmen und die Verteuerung von Krediten durch aufeinanderfolgende Erhöhungen der Zinssätze sowie steigende Finanzierungskosten, was schließlich die finanzielle Gesundheit der brasilianischen Unternehmen beeinträchtige. (ls)

Quelle: Agência Brasil