Die Zahlungsunfähigkeit im Dezember vergangenen Jahres ist gegenüber dem gleichen Monat 2013 um mehr als 13 Prozent angestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, A. Júnior, CC BY 2.0
Die Zahlungsunfähigkeit im Dezember vergangenen Jahres ist gegenüber dem gleichen Monat 2013 um mehr als 13 Prozent angestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, A. Júnior, CC BY 2.0

Die Zahlungsunfähigkeit im Dezember vergangenen Jahres ist gegenüber dem gleichen Monat 2013 um mehr als 13 Prozent angestiegen. / Copyright: Wikimedia Commons, A. Júnior, CC BY 2.0

Das schwache Wirtschaftswachstum, die gestiegene Inflation und der ebenfalls geschwächte Arbeitsmarkt haben dazu beigetragen, dass die Zahlungsunfähigkeit der Verbraucher um 6,3 Prozent im vergangenen Jahr zugenommen hat. Das belegen Daten des Marktforschungsunternehmens Serasa Experian. Laut den Marktforschern ist auch der Anstieg der Zinsen ein Grund für den Zuwachs, da dies den Konsum hemmt, aber das Niveau der Verschuldung anhebt.

Im Jahr 2013 war der Index von Serasa Experian zur Zahlungsunfähigkeit der Verbraucher gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent zurückgegangen. In den Jahren 2012 und 2011 allerdings waren noch Zuwächse von 15 und 21,5 Prozent festgestellt worden. 2010 lag der Anstieg wie im aktuell vergangenen Jahr bei 6,3 Prozent.

Jedoch stieg die Zahlungsunfähigkeit allein im zurückliegenden Dezember um 13,3 Prozent gegenüber dem gleichen Monat 2013 an. Im Vergleich zwischen November und Dezember 2014 registrierten die Marktforscher ein Plus von 4,9 Prozent. Dabei stieg die Zahlungsunfähigkeit in Bezug auf alle Ausgabenmöglichkeiten an: Bei bankfernen Schulden, Kreditkarten, Finanzierungen, Geschäften im Allgemeinen und Dienstleistern beispielsweise lag der Anstieg bei 4,8 Prozent; die Bankschulden stiegen um 3,2 Prozent. (ls)

Quelle: Estadão