Laut brasilianischer Zentralbank wirkt sich die Erhöhung des Selic noch auf die Inflation aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Vlad2000Plus
Laut brasilianischer Zentralbank wirkt sich die Erhöhung des Selic noch auf die Inflation aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Vlad2000Plus

Laut brasilianischer Zentralbank wirkt sich die Erhöhung des Selic noch auf die Inflation aus. / Copyright: Wikimedia Commons, Vlad2000Plus

Der geldpolitische Ausschuss der brasilianischen Zentralbank (BC) hat in einer Mitteilung vom vergangenen Donnerstag (24.7) noch einmal klar gestellt, dass die Bank wegen der Bekämpfung der Inflation den Basiszinssatz Selic nicht wieder senken will. „Der Ausschuss geht von einem Szenario mit einer resistenten Inflation aus für die kommenden Quartale, aber mit der Bemühung das Inflationsziel am Ende zu erreichen – was gleichzeitig bedeutet, den Basiszinssatz nicht zu senken“, heißt es sinngemäß in der Mitteilung.

Mit dieser Aussage sollen Zweifel an einer möglichen Zinssenkung durch den Ausschuss ausgeräumt werden, die durch den immer wiederkehrenden Ausdruck „nur für diesen Moment“ hervorgerufen wurden, den der Ausschuss auch in der vergangenen Woche bei der Festsetzung des Selic auf elf Prozent für dieses Jahr verwendete.

Der Vorstand der BC betonte erneut, dass die Geldpolitik mit einer zeitlichen Verzögerung wirke und sich der erhöhte Selic von 7,25 Prozent auf elf Prozent im Jahr noch vollständig auf die Inflation auswirken werde. Der Ausschuss sagte, dass die erhöhten Verbraucherpreise über die vergangenen zwölf Monate zu der resistenten Inflation beigetragen hätten. Diese Widerstandsfähigkeit begründe sich aus zwei wichtigen Prozessen zur relativen Preisanpassung: der Neuausrichtung der Inlandspreise an die Preise im Ausland sowie die Neuausrichtung der festgesetzten Preise an den freien Preisen.

„Der Ausschuss ist sich darüber im klaren, dass diese relative Preisanpassung einen direkten Einfluss auf die Inflation hat und bekräftigt damit seine Auffassung, dass die Geldpolitik die daraus resultierenden Auswirkungen in Grenzen halten kann und soll“, so die Mitteilung – wobei die Möglichkeiten dazu beschränkt seien. (ls)