Brasilianische Zentralbank in Brasília / Copyright: Wikipedia, GNU, ACrush

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Die Zentralbank Brasiliens (Banco Central) verzeichnete im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Gewinn von 12,2 Milliarden Reais, das höchste Ergebnis seit 2003. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres konnten 10,8 Milliarden Reais erwirtschaftet werden.

Laut Altamir Lopes, Verwaltungsdirektor der Banco Central, hätte unter anderem der Anstieg der Zinsen dazu beigetragen, dass ein so hoher Gewinn verzeichnet werden konnte. Der Nationale Monetäre Rat (Conselho Monetário Nacional, kurz: CMN) bewilligte gestern (25.08.) die Bilanz der Zentralbank. Der Gewinn werde innerhalb von zehn Werktagen an den Staatshaushalt übertragen.

Die Kosten für das Halten internationaler Währungsreserven wurden bei diesen Berechnungen allerdings außen vor gelassen. Wären diese Kosten (44,5 Milliarden Reais) einbezogen worden, hätte die Zentralbank einen Verlust von 32,3 Milliarden Reais verzeichnet.

Im Jahre 2009 entschied sich die Banco Central jedoch gegen das Einbeziehen der Kosten für das Halten internationaler Währungsreserven in ihre Buchhaltung. Aufgrund des Werteverfalls des US-Dollars in den letzten Jahren sei es zu großen Verlusten bei der Umrechnung von US-Dollar in Reais gekommen. Dieser Wertverlust verursache Kosten für die Zentralbank und diese werden nun vom Staatshaushalt (Tesouro Nacional) übernommen. (ds)