Joaquim Levy verkündete zudem eine Kürzung des Haushalts. / Copyright: Agência Brasil

Der Finanzminister Joaquim Levy und der Planungsminister Nelson Barbosa haben die Absenkung der Zielvorgabe für den Primärüberschuss des öffentlichen Sektors bekannt gegeben, wie es am Mittwoch aus Regierungskreisen bereits hieß (BrasilNews berichtete, 22.07.15). Von 1,1 Prozent auf nun 0,15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Somit wird der öffentliche Sektor nun auf eine Einsparung von 8,7 Milliarden Reais bis zum Ende des Jahres hinarbeiten, anstatt den ursprünglichen 66,3 Milliarden Reais.

Im Fall der Zentralregierung geht es um das Ziel von 0,1 Prozent des BIP, oder 5,8 Milliarden Reais. Vorher lautete das Ziel noch 0,99 Prozent des BIP beziehungsweise 55,3 Milliarden Reais. Die Bundesländer und Gemeinden haben die neue Zielvorgabe von 0,05 Prozent des BIP oder 2,9 Milliarden Reais bekommen, zuvor ging es noch um 0,2 Prozent des BIP oder elf Milliarden Reais.

Außerdem ordnete die brasilianische Regierung eine Kürzung des Haushalts von 8,6 Milliarden Reais an. „Das ungünstige wirtschaftliche Szenario hat sich bereits auf die staatliche Steuererhebung ausgewirkt“, heißt es in einem Bericht über die Ausgaben und Primäreinnahmen des dritten Quartals. Für Levy ist der Schnitt „sehr bedeutend“.

Laut dem Bericht werden die Einnahmen in diesem Jahr 46,7 Milliarden Reais geringer ausfallen, auf der Ausgabenseite geht man von einem Zuwachs von 11,4 Milliarden Reais aus. (ls)

Quelle: Valor Econômico