Der Nationalkongress in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Der Nationalkongress in Brasília / Copyright: Agência Brasil

Gestern (25.08.) genehmigte der brasilianische Nationalkongress zusätzliche Gelder (775 Millionen Reais) für das Sozialprogramm Bolsa Família („Familienstipendium“). Die Bolsa Família ist ein Geldtransferprogramm, was das Wirtschaftswachstum Brasiliens fördern und politische Stabilität garantieren soll. Mit diesem Programm reduziere man die Armut und die wirtschaftliche Ungleichheit Brasiliens erheblich. Der armen Bevölkerung wird unter bestimmten Bedingungen Geld ausgezahlt, wenn sie beispielsweise ihre Kinder rechtzeitig einschulen und kostenfreie Gesundheitschecks wahrnehmen.

Derzeit liegt der geringste Satz der Bolsa Família bei 22 Reais und der höchste bei 200 Reais. Mit den genehmigten Geldern werde es einen Anstieg auf 32 Reais beziehungsweise 242 Reais geben.

Die Abgeordneten stimmten außerdem einem Projekt zu, das zusätzliche Gelder (205,6 Millionen Reais) für das Programm Brasil sem Miséria („Brasilien ohne Elend“) bereitstellt. Das Geld werde in die Erhaltung natürlicher Ressourcen, in Baumaßnahmen für die Belieferung mit Trinkwasser sowie in die berufliche Weiterbildung fließen.

Das dritte Projekt, das von weiteren Geldern (150,6 Millionen Reais) profitieren kann, dient dem Justiz- und Verteidigungsministerium. Folgenden Bereichen werde die Unterstützung zugutekommen: der öffentlichen Pflichtverteidigung, kostenpflichtigen Krankenhäusern und psychiatrischen Behandlungen, dem Kauf von Transportmitteln für Strafanstalten sowie den Maßnahmen der brasilianischen Bundespolizei (Polícia Federal). Darüber hinaus werde ein Teil der Gelder für den Aufbau der Streitkräfte verwendet. (ds)