Der Leiter des Nationalen Transportverbandes, Bruno Batista, spricht über Probleme und Zukunftsaussichten der Autobahnen im Land / Copyright: Agência Brasil
Der Leiter des Nationalen Transportverbandes, Bruno Batista, spricht über Probleme und Zukunftsaussichten der Autobahnen im Land / Copyright: Agência Brasil

Der Leiter des Nationalen Transportverbandes, Bruno Batista, spricht über Probleme und Zukunftsaussichten der Autobahnen im Land / Copyright: Agência Brasil

Der Nationale Transportverband CNT (Confederação Nacional do Transporte) veröffentlichte gestern (16.10.) eine Studie zu den Verhältnissen auf Brasiliens Autobahnen, in der die insgesamt 98.475 Kilometer Autobahnstrecken eingeschätzt wurden. Problematisch seien die geringen Investitionen in diesen Bereich und Schwierigkeiten bei Planungsvorhaben in der Vergangenheit. Der CNT sehe aber in dem Ausbau und der Verbesserung der Autobahnen großes Potential.

Im vergangenen Jahr beliefen sich die Ausgaben des Landes mit Unfällen auf Autobahnen auf 17,7 Milliarden Reais. Wenn sich alle Autobahnen in einem guten und ausgezeichneten Zustand befänden, würde das Land rund 737 Millionen Liter Diesel einsparen, was 1,79 Milliarden Reais ausmache. Auch der Faktor der Umweltbelastung würde reduziert werden: Die Abgase, die die Atmosphäre belasten, fielen in diesem Fall um 1,96 Millionen Tonnen geringer aus.

Trotz der Verbesserung in diesem Jahr um 1,7 Prozent, also die Strecken, die als gut oder sehr gut eingeschätzt werden können, gäbe es laut Leiter des CNT, Bruno Batista, immer noch eine große Anzahl an kritischen Punkten und Verschleißerscheinungen, die das Verkehrsrisiko steigern. Batista zufolge seien die Investitionen in diesem Bereich noch niedrig. Ein Problem sei, dass die Regierung oftmals nicht alle finanziellen Mittel, die sie genehmigt bekommen hat, in die Autobahnen investieren könne. Grund dafür seien Schwierigkeiten in der Verwaltung und Leitung. Darin spiele auch der Fakt, dass die Anzahl von Fahrzeugen steige.

Die Studie wertete vor allem den allgemeinen Zustand, die Qualität der Bodenbeläge und die Ausschilderungen aus. Die Ergebnisse zeigen, dass 37,9 Prozent in einem ausgezeichneten Zustand sind, 38,2 Prozent in gutem, 17 Prozent in schlechtem und 6,9 Prozent in sehr schlechtem Zustand. (ds)