Der brasilianische Bergbau- und Energieminister Edison Lobão / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Bergbau- und Energieminister Edison Lobão / Copyright: Agência Brasil

Das Netz an Wasserkraftwerken in Brasilien wird um zwei weitere Kraftwerksprojekte ausgebaut. Neue Wasserkraftwerke, wie das noch im Bau befindliche und bei den indigenen Bewohnern und Umweltschützern stark umstrittene Kraftwerk Belo Monte, sollen den steigenden Energiebedarf in Brasilien abdecken und die ausreichende Versorgung garantieren. Brasilien setzt sehr stark auf die Produktion von Strom aus Wasserkraft und hat dafür schon einige gigantische Staudammprojekte umgesetzt. Auch das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Erde steht in Brasilien.

Der brasilianische Bergbau- und Energieminister Edison Lobão unterzeichnete gestern (21.08.) die Genehmigung für den Baubeginn von zwei neuen Wasserkraftwerken. Ein Wasserkraftwerk, Baixo Iguaçu, wird am Oberlauf des Flusses Iguaçu errichtet, noch vor den berühmten Wasserfällen von Iguaçu. Das zweite Kraftwerk, São Roque, wird am Fluss Canoas im Bundesstaat Santa Catarina errichtet.

Beide Kraftwerke werden zusammen eine zusätzliche Leistung von 485 Megawatt (MW) haben und voraussichtlich bereits 2016 in Betrieb genommen werden. Die Kraftwerke werden als Konzession von der brasilianischen Regierung vergeben und die beiden Betreiber Neoenergia (Baixo Iguaçu) und Desenvix (São Roque) werden jährlich rund 1,9 Millionen Reais (ca. 760.000 Euro) an den brasilianischen Staat für die Nutzung öffentlicher Güter zahlen. Weitere elf Millionen Reais (ca. 4,4 Millionen Euro) bekommen der Bund sowie die Gemeinden im Umfeld jährlich zusätzlich als Kompensation für die Nutzung der Wasserkraft. (mas)